Das Weihnachtsvideo für Makler: Wie Sie im Dezember Empfehlungen und Aufträge für Januar gewinnen
Der Dezember gilt in der Immobilienbranche oft als ruhiger Monat. Besichtigungen werden seltener, Notartermine ballen sich vor dem Jahresende und viele Immobilienmakler warten einfach auf den Januar. Doch die besten Makler wissen etwas, das andere übersehen: Gerade über die Feiertage sprechen viele Familien über einen Umzug. Am Weihnachtstisch, zwischen Jahresrückblick und Vorsätzen für das neue Jahr, fallen Sätze wie "nächstes Jahr müssen wir das endlich angehen" oder "die Wohnung ist uns zu klein geworden".
Ein kurzes Video mit Festtagsgrüßen, zum richtigen Zeitpunkt an Ihre Kontakte geschickt, bringt Ihren Namen in genau diese Gespräche. Es ist keine Werbung, sondern ein ehrliches Dankeschön mit echtem Mehrwert. Es erinnert daran, dass es einen vertrauenswürdigen Makler gibt, der bereitsteht, wenn die Entscheidung fällt.
Warum die Feiertage ein wertvolles Zeitfenster sind
- Menschen denken an das kommende Jahr: Das Jahresende ist der natürliche Moment für Entscheidungen wie verkaufen, kaufen, umziehen oder eine Wohnung finden, die besser zur Familie passt.
- Weniger Lärm durch Mitbewerber: Viele Makler werden im Dezember still. Eine durchdachte Botschaft fällt dadurch umso mehr auf.
- Dankbarkeit öffnet Türen: Ein ehrliches Dankeschön ist der natürlichste Weg, um eine Empfehlung zu bitten, ohne aufdringlich zu wirken.
- Der Januar ist Akquisemonat: Eigentümer, die sich über die Feiertage zum Verkauf entschließen, suchen in den ersten Wochen des Jahres einen Makler. Wer im Dezember präsent war, hat einen Vorsprung.
Jetzt planen, im Oktober und November
Der häufigste Fehler: Man denkt am 23. Dezember an das Video. Dann bleibt keine Zeit mehr, es gut zu machen oder rechtzeitig zu verschicken, bevor alle abschalten. Nutzen Sie stattdessen Oktober und November:
- Bereinigen und segmentieren Sie Ihre Kontaktdatenbank (frühere Käufer, frühere Verkäufer, Eigentümer mit laufendem Auftrag, kalte Kontakte).
- Sammeln Sie die Fotos der Immobilien, die Sie im Laufe des Jahres verkauft oder vermietet haben.
- Stellen Sie zwei oder drei Zahlen zum lokalen Markt zusammen (Durchschnittspreis, durchschnittliche Vermarktungsdauer, Trend).
- Schreiben Sie das Skript und nehmen Sie Ihren Teil in Ruhe auf, bei gutem Licht und ohne Zeitdruck.
- Legen Sie die Versandtermine fest und planen Sie die Nachrichten im Voraus.
Videoideen für den Dezember
1. Jahresrückblick: "Die Immobilien, die wir vermitteln durften"
Eine schnelle Abfolge der verkauften oder vermieteten Objekte des Jahres, mit einem Dankessatz an jede Familie. Das ist Social Proof in emotionaler Form und zeigt Ergebnisse, ohne angeberisch zu wirken.
2. Ein direktes Dankeschön an Ihre Kunden
Dreißig bis fünfundvierzig Sekunden direkt in die Kamera: Danke für Ihr Vertrauen, frohe Festtage und ein gutes neues Jahr. Einfach, menschlich und sehr wirkungsvoll.
3. Ihr lokaler Markt in 60 Sekunden
Drei Zahlen und eine verständliche Einordnung: Wie haben sich die Preise entwickelt, wie lange dauert ein Verkauf, was ist im nächsten Jahr zu erwarten? Eigentümer schätzen diese Informationen und heben sie auf.
4. Der festliche Stadtteilführer
Die schönste Weihnachtsbeleuchtung, der Weihnachtsmarkt im Viertel, die Bäckerei mit dem besten Stollen, der beste Platz für das Silvesterfeuerwerk. Das zeigt, dass Sie die Gegend wie kein anderer kennen, und lässt sich leicht teilen.
5. "Sie denken über einen Verkauf im Frühjahr nach?"
Ein zurückhaltendes Video für Eigentümer: Wer die Immobilie im Winter vorbereitet, geht zum besten Zeitpunkt an den Markt. Zum Schluss folgt das Angebot einer kostenlosen Wertermittlung im Januar.
Aufbau des Skripts: Aufhänger, Dank, Mehrwert, sanfte Bitte
- Aufhänger (3 bis 5 Sekunden): ein starkes Bild und ein persönlicher Satz. "Dieses Jahr durften wir 14 Familien beim Umzug begleiten. Ihre war eine davon."
- Dank (10 bis 15 Sekunden): Bedanken Sie sich konkret. Erzählen Sie, was das Jahr besonders gemacht hat.
- Mehrwert (15 bis 25 Sekunden): eine Marktzahl, ein Tipp für das neue Jahr oder eine Empfehlung aus der Nachbarschaft.
- Sanfte Bitte (5 bis 10 Sekunden): "Wenn jemand in Ihrem Umfeld 2027 an einen Umzug denkt, helfe ich sehr gern." Ohne Druck, ohne künstliche Dringlichkeit.
Insgesamt sollten Sie zwischen 45 und 90 Sekunden bleiben. Alles darüber hinaus verwässert die Botschaft.
Schnell produzieren mit KI
Sie brauchen kein Filmteam. Mit imovpro.ai laden Sie die Fotos der in diesem Jahr verkauften Immobilien hoch, und das Tool macht daraus ein professionelles Video mit Bewegung und Übergängen. Danach fügen Sie nur noch Ihre mit dem Handy aufgenommene Botschaft hinzu.
- Untertitel: Die meisten Menschen schauen Videos ohne Ton, besonders auf WhatsApp und Instagram. Untertiteln Sie immer.
- Hochformat (9:16): für Stories, Reels und den WhatsApp-Status.
- Querformat (16:9): für E-Mail, LinkedIn und YouTube.
- Kurzfassungen: Schneiden Sie eine Version mit 15 bis 20 Sekunden für Social Media und behalten Sie die vollständige für den Direktversand.
Personalisieren nach Zielgruppe
- Frühere Käufer: Fokus auf Dank und das neue Zuhause. Fragen Sie, wie das erste Jahr war, und bitten Sie um Empfehlungen aus Freundes- und Familienkreis.
- Eigentümer mit laufendem Auftrag: Danken Sie für das Vertrauen und zeigen Sie den Plan für einen starken Start im Januar. Das stärkt die Beziehung und nimmt Sorgen.
- Frühere Verkäufer: Erinnern Sie an das gemeinsam erzielte Ergebnis und wünschen Sie alles Gute für den neuen Lebensabschnitt.
- Kalte Kontakte und Interessenten: weniger persönlich, mehr Mehrwert. Der Marktüberblick oder der Stadtteilführer funktioniert besser als ein Dankeschön.
Ergänzen Sie, wann immer möglich, die Nachricht zum Video um eine Zeile mit dem Namen der Person. Genau das macht aus einem Massenversand eine persönliche Geste.
Wo Sie das Video verbreiten
- WhatsApp-Broadcast-Listen: der persönlichste Kanal; Empfänger erhalten die Nachricht nur, wenn sie Ihre Nummer gespeichert haben.
- E-Mail: mit Vorschaubild des Videos und einer kurzen Nachricht, unter Beachtung der Einwilligungen nach DSGVO.
- Instagram und Facebook: Reels, Stories und ein angehefteter Beitrag im Dezember.
- LinkedIn: Jahresrückblick und Marktüberblick kommen bei beruflichen Kontakten gut an.
- Google-Unternehmensprofil: Ein Beitrag mit dem Video stärkt Ihre lokale Präsenz.
Zeitplan für den Versand
- Anfang Dezember (1. bis 10.): Marktüberblick und festlicher Stadtteilführer in den sozialen Netzwerken.
- Vor Weihnachten (15. bis 20.): Dankes- und Jahresrückblick-Video an frühere Kunden und Eigentümer, per WhatsApp und E-Mail.
- Neujahr (30. Dezember bis 2. Januar): eine kurze Neujahrsbotschaft mit der sanften Bitte und dem Angebot einer Wertermittlung.
Das Nachfassen im Januar
Das Video eröffnet das Gespräch, der Januar schließt es ab. Antworten Sie in der zweiten Januarwoche allen, die reagiert haben, rufen Sie Eigentümer an, die Interesse gezeigt haben, und schicken Sie den wärmsten Kontakten etwa: "Sie hatten erwähnt, dass Sie dieses Jahr an einen Umzug denken. Soll ich eine unverbindliche Wertermittlung machen?" Erfassen Sie jede Antwort im CRM, damit keine Chance verloren geht.
Kennzahlen, die Sie verfolgen sollten
- Anzahl direkter Antworten auf das Video.
- Empfehlungen zwischen Dezember und Februar.
- Anfragen nach Wertermittlung im Januar.
- Neue Aufträge, die sich der Kampagne zuordnen lassen.
- Aufrufe und Weiterleitungen in sozialen Netzwerken (zweitrangig, aber nützlich).
Häufige Fehler
- Zu werblicher Ton: Ein Festtagsvideo, das wie eine Anzeige wirkt, zerstört Wohlwollen.
- Generische Stockgrüße: Ein Stockfoto mit "Frohe Festtage" sagt nichts über Sie oder die Beziehung.
- Zu lang: Über 90 Sekunden schaut kaum jemand bis zum Ende.
- Zu spät verschickt: Nach dem 24. Dezember ist die Aufmerksamkeit weg.
- Kein Nachfassen: Ohne Kontakt im Januar verpufft die Wirkung.
Checkliste
- Kontaktdatenbank im Oktober segmentieren.
- Fotos der in diesem Jahr verkauften Immobilien sammeln.
- Drei Zahlen zum lokalen Markt zusammenstellen.
- Skript schreiben: Aufhänger, Dank, Mehrwert, sanfte Bitte.
- Video mit imovpro.ai erstellen und untertiteln.
- Im Hoch- und Querformat exportieren.
- Versand nach Zielgruppe und Kanal planen.
- In der zweiten Januarwoche nachfassen.
Häufig gestellte Fragen
Soll ich Weihnachten erwähnen oder nur "frohe Festtage" sagen?
Das hängt von Ihren Kontakten ab. "Frohe Festtage" und "ein gutes neues Jahr" sind inklusiv und passen für alle; wenn Sie Ihre Kunden gut kennen, können Sie personalisieren.
Muss ich selbst im Video zu sehen sein?
Es ist empfehlenswert. Schon zehn Sekunden direkt in die Kamera machen die Botschaft viel persönlicher als nur Bilder und Text.
Und wenn ich dieses Jahr wenige Verkäufe hatte?
Setzen Sie auf den Marktüberblick, den Stadtteilführer oder ein Dankeschön an Kunden und Partner. Der Wert der Botschaft hängt nicht von Ihren Verkaufszahlen ab.
Kann ich allen dasselbe Video schicken?
Ja, aber die Ergebnisse verbessern sich deutlich, wenn Sie zumindest den Begleittext an jede Zielgruppe anpassen.
Fazit
Ein gut geplantes Weihnachtsvideo gehört zu den lohnendsten Investitionen des Jahres: Es kostet wenig, stärkt Beziehungen und bringt Ihren Namen in die Gespräche, in denen über Umzüge entschieden wird. Planen Sie im Oktober und November, versenden Sie Anfang Dezember und vor Weihnachten, und fassen Sie im Januar nach.
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