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Video-Retargeting für Immobilienmakler: So holen Sie Interessenten zurück, die Ihr Exposé gesehen und sich nicht gemeldet haben
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Video-Retargeting für Immobilienmakler: So holen Sie Interessenten zurück, die Ihr Exposé gesehen und sich nicht gemeldet haben

6. Oktober 20267 Min. Lesezeit

Sie stellen ein Objekt online, das Inserat hat Hunderte Aufrufe im Portal, das Instagram-Video über tausend Wiedergaben … und das Telefon bleibt stumm. Das liegt nicht an mangelndem Interesse. So kaufen Menschen heute Immobilien: Sie schauen, merken sich etwas, vergleichen mit anderen Angeboten und scrollen weiter. Die meisten kommen von sich aus nie zurück.

Retargeting (auch Remarketing genannt) ist der Weg, diese Menschen zurückzuholen. Statt Ihr Budget für Fremde auszugeben, zeigen Sie das Objekt erneut genau denen, die bereits Interesse gezeigt haben. Und wenn das Werbemittel ein Video ist, sind die Ergebnisse meist deutlich besser.

Warum über 95 % der Besucher ohne Anfrage wieder gehen

Auf Immobilienportalen und in sozialen Netzwerken liegen die Anfragequoten selten über 2 bis 5 % der Aufrufe. Die Gründe sind vorhersehbar:

  • Sie stehen am Anfang der Suche. Die Finanzierung ist noch nicht geklärt, die eigene Wohnung noch nicht verkauft, man schaut sich „erst einmal um“.
  • Sie sind abgelenkt. Das Objekt wurde zwischen zwei Terminen auf dem Smartphone angesehen und dann vergessen.
  • Das Exposé lässt Fragen offen. Hausgeld, Stellplatz, Ausrichtung des Balkons, Energieausweis.
  • Sie scheuen den Kontakt zum Makler. Viele Käufer melden sich bewusst spät, um sich nicht unter Druck gesetzt zu fühlen.

Keiner dieser Gründe bedeutet „kein Interesse“. Sie bedeuten „noch nicht“. Retargeting sorgt dafür, dass Sie präsent sind, wenn aus „noch nicht“ ein „jetzt“ wird.

Was Retargeting in der Praxis bedeutet

Beim Retargeting zeigen Sie Anzeigen an Menschen, die bereits mit Ihnen interagiert haben. Die wichtigsten Zielgruppenquellen sind:

  • Videozuschauer (Meta): Personen, die 50 % oder 75 % eines Ihrer Videos auf Facebook oder Instagram gesehen haben. Das ist die qualifizierteste Zielgruppe und funktioniert ganz ohne Pixel.
  • Website-Besucher: Mit dem Meta-Pixel auf Ihrer Website oder Objektseite erstellen Sie Zielgruppen von Personen, die ein bestimmtes Exposé besucht haben.
  • Instagram-Interaktionen: Wer einen Beitrag geliked, kommentiert, gespeichert oder geteilt oder Ihr Profil besucht hat.
  • Google und YouTube: Mit dem Google-Ads-Tag erreichen Sie Website-Besucher erneut, ebenso Personen, die Ihre YouTube-Videos gesehen haben.

Diese Custom Audiences sind die Grundlage für alles. Je mehr Videos Sie veröffentlichen, desto mehr qualifizierte Zielgruppen sammeln Sie, noch bevor Sie einen Euro ausgeben.

Warum Video das beste Werbemittel fürs Retargeting ist

Ein Foto zeigt einen Raum, ein Video zeigt, wie es sich anfühlt, dort zu wohnen. Wer das Objekt schon einmal gesehen hat, bekommt durch ein zweites Video mit neuen Blickwinkeln, dem Abendlicht auf der Terrasse oder einem Gang durchs Viertel Antworten auf offene Fragen, und das Interesse flammt neu auf. Gleichzeitig füttert das Video den Funnel selbst: Wer 75 % des zweiten Videos ansieht, landet in einer noch wärmeren Zielgruppe.

Das übliche Problem: Nicht jedes Objekt hat ein Video. Genau hier hilft imovpro.ai: Die Plattform verwandelt Ihre Objektfotos mit KI in wenigen Minuten in professionelle Videos, sodass jedes Objekt fertige Video-Creatives für Ihre Kampagnen hat.

Ein einfacher Funnel in drei Schritten

Schritt 1: Aufmerksamkeit mit einem Video-Rundgang

Veröffentlichen und bewerben Sie einen kurzen Rundgang (30 bis 60 Sekunden, Hochformat). Ziel sind hier nicht Anfragen, sondern günstige Videoaufrufe in der richtigen Region. Grenzen Sie nach Standort und ungefährer Altersgruppe ein, mit 5 bis 10 € pro Tag für eine Woche.

Schritt 2: Retargeting mit Details

Erstellen Sie eine Zielgruppe aller Personen, die in den letzten 14 Tagen mindestens 50 % des ersten Videos gesehen haben. Zeigen Sie ihnen ein zweites Creative: Details, die im ersten Video fehlten, Preis und Konditionen, den Grundriss, die Lage oder eine Kundenstimme. Die Person kennt das Objekt bereits; jetzt braucht sie Gründe, den nächsten Schritt zu gehen.

Schritt 3: Das direkte Angebot

Für alle, die 75 % des zweiten Videos gesehen oder die Objektseite besucht haben, formulieren Sie eine klare Aufforderung: „Jetzt Besichtigungstermin für diese Woche vereinbaren“ oder „Schreiben Sie mir auf WhatsApp“. Nutzen Sie Anzeigen mit Nachrichten-Button oder Sofortformular, damit die Kontaktaufnahme nur zwei Klicks dauert.

Budget, Zielgruppengröße und Frequenz

  • Zielgruppengröße: Retargeting-Zielgruppen für ein einzelnes Objekt sind klein, oft zwischen 500 und 5.000 Personen. Das ist normal. Sind sie zu klein (unter 300), fassen Sie mehrere Objekte in derselben Gegend zusammen oder verlängern Sie das Zeitfenster.
  • Budget: 5 bis 10 € pro Tag und Stufe reichen für die meisten Objekte. Bei kleinen Zielgruppen erhöht mehr Budget nur die Wiederholung.
  • Frequenz: Peilen Sie 2 bis 4 Einblendungen pro Person und Woche an. Darüber nutzt sich die Anzeige ab und die Kosten steigen.
  • Zeitfenster: 7 Tage für das direkte Angebot (frisches Interesse), 14 Tage für die Detailstufe, 30 Tage für breitere Website-Besucher-Zielgruppen.

Creative-Ideen für jede Stufe

  • Aufmerksamkeit: kurzer Rundgang mit den drei schönsten Räumen in den ersten Sekunden; Vorher-nachher einer Sanierung; der Ausblick bei Sonnenuntergang.
  • Retargeting: „3 Dinge, die Sie im ersten Video nicht gesehen haben“; der Weg zur Schule oder zur S-Bahn; eine Beispielrechnung zur monatlichen Rate; eine Käuferstimme.
  • Angebot: 15-Sekunden-Clip, in dem Sie direkt in die Kamera sprechen und zur Besichtigung einladen; Hinweis auf einen Besichtigungstag; „Letzte freie Besichtigungstermine diese Woche“.

Erfolg richtig messen

Vergessen Sie Likes. Diese Kennzahlen zählen:

  • Kosten pro Anfrage: Was kostet jede Nachricht, jeder Anruf, jedes Formular?
  • Kosten pro Besichtigung: Wie viel haben Sie für jede tatsächlich durchgeführte Besichtigung investiert? Das ist die Kennzahl, die dem Abschluss am nächsten kommt.
  • 75-%-View-Rate: zeigt, ob das Video die Aufmerksamkeit hält.
  • Frequenz: ein Warnsignal, wenn sie zu hoch steigt.

Erfassen Sie die Herkunft jeder Anfrage. Einem Eigentümer zeigen zu können, dass sein Objekt mit 60 € Werbebudget vier Besichtigungen gebracht hat, ist auch ein starkes Argument beim nächsten Akquisegespräch.

Häufige Fehler

  • Dasselbe Video in jeder Stufe. Wer es schon gesehen hat, braucht neue Informationen.
  • Bestehende Kontakte nicht ausschließen. Schließen Sie aktuelle Interessenten und Kunden aus den Retargeting-Zielgruppen aus.
  • Zu lange Zeitfenster. Interesse von vor 90 Tagen ist selten noch aktuelles Interesse.
  • Nach drei Tagen aufgeben. Geben Sie jeder Stufe mindestens ein bis zwei Wochen, bevor Sie Schlüsse ziehen.
  • Das verkaufte Objekt vergessen. Stoppen Sie die Kampagnen am Tag der Reservierung.

Ein Hinweis zu Datenschutz und Einwilligung

Wenn Sie das Meta-Pixel oder das Google-Tag auf Ihrer Website einsetzen, brauchen Sie nach DSGVO und TTDSG einen Cookie-Banner mit vorheriger Einwilligung sowie eine aktuelle Datenschutzerklärung. Zielgruppen aus Videozuschauern und Instagram-Interaktionen werden innerhalb der Plattformen verwaltet, was vieles vereinfacht. Im Zweifel stimmen Sie sich mit dem Betreuer Ihrer Website oder Ihrem Datenschutzberater ab.

Fazit: Jeder Aufruf ist eine potenzielle Anfrage

Die Menschen, die Ihr Objekt gesehen und sich nicht gemeldet haben, sind Ihre wertvollste Zielgruppe und fast immer die am meisten vernachlässigte. Mit einem Funnel in drei Schritten, überschaubarem Budget und guten Videos holen Sie sie genau dann zurück, wenn sie bereit sind zu entscheiden.

Starten Sie mit Ihrem nächsten Objekt. Erstellen Sie die Videos mit imovpro.ai in wenigen Minuten aus Ihren Fotos und haben Sie für jede Stufe des Funnels passende Creatives parat. Der Rest ist Beständigkeit.

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