Die 7 Zahlen, die verraten, ob Ihr Monat gut wird
Fragen Sie zehn Makler, wie der Monat läuft, und neun antworten mit einem Gefühl: «läuft zäh», «es bewegt sich». Gefühle sind schlechte Steuerungsinstrumente, weil sie immer zu spät kommen. Wenn ein Makler spürt, dass der Monat schlecht ist, liegt die Ursache sechs bis acht Wochen zurück — und dann lässt sich nichts mehr korrigieren. Die Alternative ist kein komplexes BI-System. Es sind sieben Zahlen, einmal pro Woche, in fünfzehn Minuten geprüft.
1. Neue Kontakte pro Woche
Das ist die Spitze des Funnels und der einzige echte Frühindikator. Wie viele neue Menschen sind diese Woche in Ihre Datenbank gekommen, nach Quelle (Portal, Empfehlung, Social Media, Partner, Eigenakquise)? Fällt diese Zahl drei Wochen in Folge, fällt auch der Folgemonat — vollkommen vorhersehbar. Die Aufteilung nach Quelle sagt Ihnen, wo Sie investieren und was Sie streichen sollten.
2. Zeit bis zur ersten Antwort
Der Abstand zwischen Anfrageeingang und Ihrer ersten Antwort ist die Kennzahl mit der höchsten Wirkung pro Aufwand im gesamten Funnel. In Minuten statt Stunden zu antworten verändert die Wahrscheinlichkeit eines Gesprächs dramatisch. Messen Sie den Median, nicht den Durchschnitt.
3. Kontakt-zu-Termin-Quote
Von zehn neuen Kontakten: Wie viele führen zu einem echten Gespräch — Besichtigung, Bewertung oder Termin? Diese Quote misst zwei Dinge gleichzeitig: die Qualität Ihrer Leadquellen und die Wirksamkeit Ihrer Ansprache. Ist sie über alle Quellen niedrig, liegt es am Gesprächsleitfaden. Nur bei einer Quelle niedrig? Dann am Kanal.
4. Aktive Objekte und deren Durchschnittsalter
Es genügt nicht zu zählen, wie viele Objekte Sie im Bestand haben. Entscheidend ist, wie viele Tage sie im Schnitt am Markt sind. Ein alternder Bestand führt zu schwierigen Preisgesprächen, verlorenen Aufträgen und nachverhandelten Provisionen. Steigt das Durchschnittsalter zwei Monate in Folge, ist das ein verlässlicheres Warnsignal als jedes Bauchgefühl.
5. Besichtigungen pro Angebot
Wie viele Besichtigungen braucht es im Schnitt für ein Kaufangebot? Diese Zahl zeigt, ob das Problem im Preis oder in der Qualifizierung liegt. Viele Besichtigungen ohne Angebote bedeuten fast immer eine Lücke zwischen dem, was das Exposé verspricht, und dem, was das Objekt liefert — oder einen Preis über der Marktvalidierung.
6. Angebot-zu-Notartermin-Quote
Das Ende des Funnels, wo bereits verdientes Geld verloren geht. Geschäfte, die an abgelehnter Finanzierung, fehlenden Unterlagen oder schlechter Verhandlung scheitern, sind rettbar, sobald Sie das Muster erkennen. Erfassen Sie immer den Abbruchgrund — drei Monate Aufzeichnung zeigen das Leck.
7. Durchschnittliche Provision pro Abschluss
Mehr arbeiten ist nicht wachsen. Steigt die Zahl der Abschlüsse, während die Durchschnittsprovision sinkt, kaufen Sie Volumen mit Marge. Diese Kennzahl erzwingt unbequeme, aber notwendige Entscheidungen darüber, welches Segment Sie bedienen und welche Aufträge Sie ablehnen.
Wie Sie das nutzen, ohne in Tabellen zu ertrinken
Die Regel ist einfach: fünfzehn Minuten, einmal pro Woche, immer am selben Tag. Sieben Zahlen ansehen, mit den vier Vorwochen vergleichen und eine Maßnahme wählen. Nicht sieben. Eine. Wer konstant wächst, misst nicht am meisten — er korrigiert jede Woche eine Sache.
Die Technologie, die die Zahlen von selbst liefert
Das größte Hindernis ist nicht die Analyse, sondern die Datenerfassung. Wenn diese sieben Zahlen eine Stunde Handarbeit kosten, entsteht die Gewohnheit nie. Genau hier verändern KI und Automatisierung alles: Jede Interaktion wird erfasst, die Kennzahlen automatisch berechnet und das Dashboard wöchentlich fertig geliefert.
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