Google Ads für Makler: Wie Sie genau die Menschen erreichen, die schon suchen
Die meisten Makler, die digital werben, investieren alles am selben Ort: Instagram und Facebook. Das ist nachvollziehbar — visuell, günstig, und Immobilien wirken über das Auge. Doch es gibt einen strukturellen Unterschied, den kaum jemand nutzt: In sozialen Netzwerken unterbrechen Sie jemanden, der gerade etwas anderes ansah. Bei Google antworten Sie jemandem, der gerade «was ist meine Wohnung wert» oder «3-Zimmer-Wohnung mit Garage [Stadt]» getippt hat.
Das ist der Unterschied zwischen einem Publikum und einem Kunden. Deshalb liefert eine gut gebaute Suchkampagne selbst mit kleinem Budget deutlich qualifiziertere Leads — teurer pro Klick, viel günstiger pro Abschluss.
Zuerst: ein Ziel, nicht zwei
Der häufigste Anfangsfehler ist, Objektakquise und Käufergewinnung in eine Kampagne zu mischen. Das sind verschiedene Zielgruppen mit anderer Sprache, anderen Landingpages und anderem Wert.
Für die meisten Makler lohnt sich die Verkäuferakquise. Einen Käufer erreichen fünf Portale; ein Eigentümer, der den Wert seiner Immobilie wissen will, entscheidet gerade, wem er vertraut. Und ein Alleinauftrag trägt Jahre an Content, Besichtigungen und Empfehlungen.
Die richtigen Keywords — und die ruinösen
Teilen Sie Suchanfragen in drei Absichtsstufen:
- Hohe Absicht: «Immobilienbewertung [Ort]», «was ist mein Haus wert», «Wohnung verkaufen [Ort]», «Makler [Stadtteil]». Wenig Volumen — und genau dort gehört das Budget hin.
- Mittlere Absicht: «Haus privat verkaufen», «Unterlagen Hausverkauf», «Spekulationssteuer Immobilie». Gut für Content und Remarketing, riskant für Direktkonversion.
- Geringe Absicht: «Immobilienpreise [Stadt]», «Immobilienmarkt», «einrichten». Dafür zahlt man nicht.
Nutzen Sie Phrasen- und exakte Übereinstimmung, anfangs nie «weitgehend». Und bauen Sie die Negativliste vor dem ersten Euro: Job, Kurs, Ausbildung, mieten, Zimmer, kostenlos, Rechner, Praktikum, Zwangsversteigerung sowie die Namen der großen Portale. Die Hälfte der Streuverluste kleiner Budgets entsteht durch Klicks, die nie Kunde werden konnten.
Strikt lokal bleiben
Werben Sie nicht für ein Land oder eine ganze Stadt. Wählen Sie die Stadtteile, in denen Sie echte Verkaufshistorie haben, und nutzen Sie Umkreis- statt Verwaltungsgebiete. Drei Stadtteile mit 15 Euro pro Tag schlagen eine bundesweite Kampagne mit 50.
Zielen Sie zusätzlich auf «Personen, die sich regelmäßig dort aufhalten» und schließen Sie Durchreisende aus — das spart in touristischen Lagen spürbar Budget.
Die Anzeige: konkret statt freundlich
Allgemeine Anzeigen («Kaufen und verkaufen mit Vertrauen») konvertieren nicht. Konkrete schon:
«Kostenlose Bewertung in [Stadtteil] — Bericht mit echten Verkäufen der letzten 6 Monate. Antwort in 24 Stunden.»
Drei Elemente leisten fast die gesamte Arbeit: der Stadtteil in der Überschrift (Nähe als Beweis), das konkrete Format der Leistung (ein Bericht, nicht «kontaktieren Sie uns») und die Antwortzeit. Ergänzen Sie Anruf-, Standort- und Snippet-Erweiterungen — mehr Bildschirmfläche, bessere Klickrate, keine Zusatzkosten.
Die Landingpage entscheidet, nicht die Anzeige
Bezahlten Traffic auf die Startseite zu schicken ist der schnellste Weg, Geld zu verlieren. Jede Kampagne braucht eine eigene Seite mit genau einer möglichen Handlung.
Das Wesentliche: eine Überschrift, die die Suchanfrage fast wörtlich wiederholt, drei bis vier konkrete Belege (verkaufte Objekte im Viertel, durchschnittliche Vermarktungsdauer, Referenzen mit Namen), ein kurzes Formular — Adresse, Objektart, Kontakt — und sonst nichts. Jedes zusätzliche Feld kostet Konversionen. Bieten Sie wenn möglich WhatsApp als Alternative an; in vielen Märkten konvertiert das doppelt so gut wie ein Formular.
Reaktionsgeschwindigkeit: der Multiplikator
Ein Google-Ads-Lead ist im aktiven Entscheidungsmodus und hat fast immer mehrere Anbieter kontaktiert. Eine Antwort in fünf Minuten statt fünf Stunden kann die Kontaktquote vervielfachen. Keine Keyword-Optimierung gleicht eine Antwort am Folgetag aus.
Hier ist Automatisierung mehr wert als Budget: sofortige automatische Antwort, Erstqualifizierung und Verteilung ohne manuelle Arbeit. KI-Werkzeuge wie die von imovpro.ai lassen den Erstkontakt in Sekunden stattfinden — rund um die Uhr — und der Makler steigt mit vollständiger Historie in das Gespräch ein. Dasselbe Werbebudget wird so zu mehr Abschlüssen.
Budget und Kennzahlen
Starten Sie mit 10 bis 20 Euro pro Tag über 30 Tage. Weniger liefert zu wenig Daten; mehr ohne Daten ist teures Lernen.
Ignorieren Sie Impressionen und Klickrate als Erfolgsmaß. Vier Kennzahlen entscheiden: Kosten pro Lead, Anteil qualifizierter Leads (echte Eigentümer im Gebiet), Kosten pro Termin und Kosten pro Alleinauftrag. Kostet ein Auftrag 200 Euro Werbung und bringt eine vierstellige Provision, ist die Rechnung klar — und skalierbar.
Der 30-Minuten-Rhythmus pro Woche
Eine halbe Stunde wöchentlich genügt: Suchbegriffsbericht lesen und Negative ergänzen, Keywords mit vielen Klicks und null Konversionen pausieren, Gebote dort erhöhen, wo Termine entstanden sind, und wöchentlich eine neue Überschrift testen. Kleine, kumulative Arbeit — nach drei Monaten bringt dasselbe Budget meist das Doppelte.
Kurz gesagt
Google Ads ersetzt Social Media nicht, es ergänzt es. Social baut Bekanntheit bei Unentschlossenen auf; die Suche greift jene ab, die bereits entschieden haben und nur noch den Partner wählen. Für Makler mit begrenztem Budget ist die zweite Gruppe fast immer der kürzeste Weg zum ersten werbefinanzierten Abschluss.
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