Prefer English?
imo>pro.ai
Der Eigentümer will den Maklerauftrag kündigen: Wie der Immobilienmakler Vertrauen zurückgewinnt und das Objekt behält
Zurück zum BlogVendas e Conversão

Der Eigentümer will den Maklerauftrag kündigen: Wie der Immobilienmakler Vertrauen zurückgewinnt und das Objekt behält

25. Oktober 20269 Min. Lesezeit

Es war Tag 47 des Auftrags, als Frau Schneider anrief. Ohne Umschweife: „Ich will kündigen. Jetzt sind schon anderthalb Monate vorbei, ich hatte zwei Besichtigungen und niemand sagt mir etwas. Die Nachbarn aus dem dritten Stock haben mit einem anderen Makler in drei Wochen verkauft.“ Der Makler, auf dem falschen Fuß erwischt, gab die schlechtestmögliche Antwort: Er erinnerte sie daran, dass der Vertrag über sechs Monate lief und es sich um einen Alleinauftrag handelte. Frau Schneider kündigte an diesem Tag nicht. Sie ging einfach nicht mehr ans Telefon, lehnte die nächsten Besichtigungen ab und unterschrieb an dem Tag, an dem der Vertrag auslief, bei der Konkurrenz. Die Wohnung war fünf Wochen später verkauft.

Diese Geschichte wiederholt sich in jedem Maklerbüro. Ein Eigentümer, der kündigen will, ist kein juristisches Problem, sondern ein Vertrauensproblem. Die gute Nachricht: Die meisten dieser Fälle lassen sich lösen, sofern der Makler versteht, was wirklich hinter dem Anruf steckt, und mit Fakten, einem Plan und konkreten Terminen antwortet statt mit Vertragsklauseln.

Warum Eigentümer kündigen wollen

Selten ist der wahre Grund der, den der Eigentümer zuerst nennt. Hinter „Es passiert ja nichts“ steckt meist eine dieser Ursachen:

  • Funkstille. Das ist die Ursache Nummer eins. Der Eigentümer weiß nicht, wie viele Menschen das Inserat gesehen haben, wer besichtigt hat und was gesagt wurde. Ohne Informationen geht er davon aus, dass der Makler nicht arbeitet.
  • Wenige Besichtigungen oder kein Angebot. Meist ein Symptom für einen Preis über dem Markt oder eine schwache Präsentation (dunkle Fotos, austauschbarer Exposétext, kein Video).
  • Vergleich mit dem Nachbarn. „Nebenan wurde in drei Wochen verkauft.“ Oft war die Nachbarimmobilie anders oder günstiger, aber der Eindruck ist, dass der andere Makler besser ist.
  • Ein Wettbewerber, der flüstert. Ein anderer Makler hat geklingelt und einen höheren Preis oder einen schnelleren Verkauf versprochen.
  • Veränderte Lebensumstände. Scheidung, Erbschaft, ein neuer Job in München, die Entscheidung, doch zu vermieten statt zu verkaufen. In diesem Fall liegt das Problem nicht beim Makler.
  • Eine konkrete schlechte Erfahrung. Eine Besichtigung ohne Vorankündigung, ein verlorener Schlüssel, eine unglückliche Bemerkung über die Wohnung.

Bevor Sie antworten, geht es darum herauszufinden, welche dieser Ursachen die wahre ist. Die Lösung für „Funkstille“ ist eine völlig andere als die Lösung für „Mein Leben hat sich verändert“.

Was der Verlust eines Auftrags wirklich kostet

Ein Objekt mitten in der Vertragslaufzeit zu verlieren, kostet mehr als die Provision aus diesem Geschäft. Sie verlieren die Stunden, die Sie bereits in Fotos, Inserate und Besichtigungen investiert haben, Sie verlieren die Interessenten, die das Objekt verfolgt haben, und vor allem verlieren Sie die Empfehlung. Ein unzufriedener Eigentümer erzählt die Geschichte Nachbarn und Verwandten, und genau in diesem Kreis sitzen Ihre nächsten Aufträge. Umgekehrt wird ein Eigentümer, der aussteigen wollte und am Ende doch mit Ihnen verkauft hat, oft zu Ihrem besten Fürsprecher: Er hat erlebt, wie der Makler ein Problem gelöst hat, nicht nur, wie er ein Inserat geschaltet hat.

Warnsignale vor dem Anruf

Der Kündigungsanruf ist fast nie der erste Hinweis. Meist gibt es in den Wochen davor Signale:

  • Der Eigentümer braucht immer länger, um auf Nachrichten zu antworten.
  • Er stellt Fragen wie „Und wie viele Leute haben es sich angesehen?“ oder „Ist das normal?“.
  • Er lässt Besichtigungen zu bestimmten Zeiten nicht mehr zu oder sagt kurzfristig ab.
  • Er erwähnt andere Makler, Inserate von Nachbarn oder Preise, die er auf ImmoScout24 gesehen hat.
  • Er will den Preis senken, ohne dass der Makler es vorgeschlagen hat (ein Zeichen von Unruhe), oder verweigert jedes Gespräch über den Preis (ein Zeichen von Frust).

Wenn Sie zwei dieser Signale sehen, warten Sie nicht auf den Anruf: Vereinbaren Sie noch in derselben Woche ein Zwischengespräch.

Das erste Gespräch: zuhören, nicht verteidigen

Der Reflex ist, sich zu rechtfertigen oder an den Vertrag zu erinnern. Beides verschlimmert die Lage. Das erste Gespräch hat drei Ziele: beruhigen, verstehen und einen Termin vereinbaren.

  1. Bedanken Sie sich für die Offenheit. „Danke, dass Sie mir das so direkt sagen. Ich weiß es tausendmal lieber jetzt als in zwei Monaten.“
  2. Fragen Sie und schweigen Sie dann. „Was hat bei Ihnen den Eindruck erweckt, dass nichts passiert?“ Lassen Sie den Eigentümer ausreden. Notieren Sie seine genauen Worte.
  3. Erkennen Sie an, was stimmt. Wenn Sie bei den Berichten nachlässig waren, sagen Sie es: „Sie haben recht, ich hätte Ihnen jede Woche einen Zwischenstand schicken sollen, und das habe ich nicht getan.“ Einen konkreten Fehler einzugestehen, macht alles Weitere glaubwürdig.
  4. Sprechen Sie nicht über den Vertrag. Wer mit dem Alleinauftrag droht, macht aus einem enttäuschten Kunden einen Gegner, der die Besichtigungen bis zum letzten Tag sabotiert.
  5. Bitten Sie um 30 Minuten persönlich. „Lassen Sie mich alle Zahlen zusammenstellen und Ihnen genau zeigen, was passiert ist und was ich ändern möchte. Wenn Sie danach finden, dass es keinen Sinn hat weiterzumachen, sprechen wir in aller Ruhe darüber.“

Dieser letzte Satz ist entscheidend: Er gibt dem Eigentümer das Gefühl von Kontrolle. Niemand will sich gefangen fühlen; fast jeder ist bereit, sich einen Plan anzuhören.

Die Analyse mit Zahlen

Bringen Sie zum Termin Fakten mit, keine Meinungen. Eine einfache Analyse passt auf eine Seite:

KennzahlWas sie zeigtWenn sie niedrig ist
Aufrufe auf den ImmobilienportalenOb das Objekt gesehen wirdPreis liegt in der falschen Suchspanne oder das Titelbild ist schwach
Anfragequote (Anfragen ÷ Aufrufe)Ob das Inserat überzeugtWenig ansprechende Fotos, Videos oder Beschreibung
Durchgeführte BesichtigungenOb Anfragen qualifiziert und umgewandelt werdenLangsame Reaktion auf Anfragen oder schwache Vorqualifizierung
Feedback aus den BesichtigungenWas Kaufinteressenten wirklich denkenPreis, Zustand der Immobilie oder Erwartungen, die das Inserat geweckt hat
Verkaufte VergleichsobjekteWo der echte Markt liegtPreis anhand tatsächlicher Verkäufe anpassen, nicht anhand von Angebotspreisen

Zeigen Sie auch, was Sie getan haben: Anzahl der Inserate, bearbeitete Anfragen, Interessenten aus Ihrer Kartei, denen Sie das Objekt vorgestellt haben, durchgeführte Besichtigungen. Oft ist der Eigentümer überrascht, wie viel unsichtbare Arbeit dahintersteckt. Nutzen Sie das aber nicht als Verteidigung, sondern als Ausgangspunkt für das, was sich ändern wird.

Der Neustart-Plan

Ein guter Neustart-Plan enthält konkrete Maßnahmen, Zuständigkeiten und Termine. Zum Beispiel:

  • Neue Präsentation. Neue Fotos bei gutem Licht, ein professionelles Immobilienvideo, Überschrift und Beschreibung auf Basis des Besichtigungsfeedbacks neu geschrieben.
  • Relaunch. Das Inserat auf den Portalen neu einstellen, das Video an die Interessentenkartei schicken und eine kurze Social-Media-Kampagne starten.
  • Preis, wenn die Zahlen es zeigen. Fordern Sie keine Senkung „einfach so“. Zeigen Sie die verkauften Vergleichsobjekte und schlagen Sie eine Anpassung vor, die das Objekt in die richtige Suchspanne bringt.
  • Feste Kommunikation. Ein wöchentlicher Bericht, immer am selben Tag, mit Aufrufen, Anfragen, Besichtigungen und Feedback.
  • Ein Überprüfungstermin. „In 21 Tagen setzen wir uns wieder zusammen. Wenn sich die Zahlen nicht verändert haben, besprechen wir die Optionen, einschließlich einer Beendigung des Vertrags.“

Der Überprüfungstermin verwandelt Misstrauen in einen befristeten Vertrauensvorschuss. Der Eigentümer verpflichtet sich nicht für weitere vier Monate; er gibt Ihnen drei Wochen, um zu beweisen, was Sie gesagt haben.

Wann man mit Stil loslassen sollte

Es gibt Fälle, in denen es sich nicht lohnt, das Objekt zu halten: Der Eigentümer hat es sich anders überlegt und will nicht mehr verkaufen, die Beziehung ist nicht mehr zu retten, oder er lehnt jede Anpassung eines Preises ab, der klar über dem Markt liegt. In diesen Fällen ist eine einvernehmliche Aufhebung des Vertrags oft die beste geschäftliche Entscheidung. Halten Sie sie schriftlich fest, geben Sie Schlüssel und Unterlagen zügig zurück und lassen Sie die Tür offen: „Wenn Sie es in ein paar Monaten noch einmal versuchen möchten, helfe ich Ihnen sehr gern.“ Eigentümer, die fair behandelt wurden, kommen häufig zurück oder empfehlen Sie weiter.

Hinweise zum Maklervertrag

Der Maklervertrag schützt die Arbeit des Maklers, sollte aber das letzte Werkzeug sein, nie das erste. Kennen Sie die Regelungen Ihres Vertrags (Laufzeit, Verlängerung, Kündigungsfristen, Alleinauftrag und den Provisionsanspruch, falls das Objekt an einen von Ihnen nachgewiesenen Interessenten verkauft wird). Besteht der Eigentümer auf einer Beendigung, dokumentieren Sie schriftlich die Liste der Interessenten, die Sie während der Vertragslaufzeit nachgewiesen haben. Bei rechtlichen Unklarheiten sprechen Sie mit der Rechtsabteilung Ihres Unternehmens oder einem Anwalt, bevor Sie dem Kunden gegenüber irgendeine Aussage machen.

Vorbeugung: So vermeiden Sie den Anruf

  • Vereinbaren Sie schon bei der Auftragsannahme, wie und wann Sie kommunizieren (zum Beispiel ein Bericht jeden Montag).
  • Setzen Sie realistische Erwartungen zur Vermarktungsdauer auf Basis der Daten aus der Lage.
  • Legen Sie von Anfang an ein Überprüfungsgespräch nach 30 Tagen fest.
  • Geben Sie sämtliches Besichtigungsfeedback, auch negatives, innerhalb von 24 Stunden weiter.
  • Zeigen Sie, was Sie tun: ein neues Video, eine gesponserte Anzeige, einen kontaktierten Interessenten aus der Kartei.

Wie imovpro.ai hilft

Eine der schnellsten Möglichkeiten, dem Eigentümer zu zeigen, dass sich etwas verändert hat, ist ein neuer Auftritt für die Immobilie. Mit imovpro.ai verwandeln Sie die Fotos des Objekts in wenigen Minuten in ein professionelles Video mit Kamerafahrten, Sprecherstimme und Musik, bereit für die Portale, WhatsApp und Social Media. Bringen Sie das neue Video zum Neustart-Termin mit: Es ist ein konkreter Beweis, dass der Relaunch schon begonnen hat, und nicht nur ein Versprechen.

Häufige Fehler

  • Auf den Kündigungswunsch mit Zitaten aus dem Vertrag reagieren.
  • Sich mit „Der Markt steht still“ rechtfertigen, ohne Zahlen zu zeigen.
  • Eine Preissenkung als einzige Lösung vorschlagen.
  • Ergebnisse versprechen, die man nicht steuern kann („Ich verkaufe in 14 Tagen“).
  • Einen Plan ohne Termine und Zuständigkeiten vorlegen.
  • Eine Woche nach dem Neustart-Termin wieder in Funkstille verfallen.

Checkliste für den Neustart-Termin

  • Aufrufe, Anfragen und Besichtigungen seit Beginn des Auftrags.
  • Zusammenfassung des Feedbacks aus allen Besichtigungen.
  • Drei bis fünf verkaufte Vergleichsobjekte in der Lage aus den letzten sechs Monaten.
  • Liste der geleisteten Arbeit (Inserate, Anfragen, vorgestellte Interessenten).
  • Neustart-Plan mit Maßnahmen, Terminen und Zuständigkeiten.
  • Neues Marketingmaterial (Fotos oder Video) bereits vorbereitet.
  • Fester Termin für die Überprüfung nach 21 Tagen.

Häufig gestellte Fragen

Soll ich die Kündigung gleich beim ersten Anruf akzeptieren?

Weder akzeptieren noch ablehnen. Bedanken Sie sich, hören Sie zu und bitten Sie um einen Termin, um die Zahlen und einen Plan zu zeigen. Die Entscheidung fällt erst nach diesem Gespräch.

Und wenn der Eigentümer nur aussteigen will, weil ein anderer Makler einen höheren Preis versprochen hat?

Zeigen Sie die verkauften Vergleichsobjekte und das echte Feedback aus den Besichtigungen. Erklären Sie, ohne den Kollegen anzugreifen, dass ein versprochener Preis kein Verkaufspreis ist. Oft genügt die Frage: „Hat Ihnen dieser Makler gezeigt, dass vergleichbare Wohnungen zu diesem Preis verkauft wurden?“

Wie viel Zeit sollte ich für den Neustart-Plan erbitten?

Zwischen zwei und vier Wochen. Das reicht, um die Wirkung des Relaunchs zu messen, und ist kurz genug, damit der Eigentümer zustimmt.

Lohnt es sich, einen Eigentümer zu halten, der den Preis nicht anpassen will?

Nur wenn das Objekt noch Anfragen und Besichtigungen bringt. Zeigen die Zahlen, dass der Preis alles blockiert, und lehnt der Eigentümer jede Anpassung ab, ist eine freundliche Trennung besser, als monatelang Zeit in ein Objekt zu stecken, das sich nicht verkaufen wird.

Fazit

Wenn ein Eigentümer sagt, dass er kündigen will, meint er fast immer etwas anderes: „Ich weiß nicht, was los ist“ oder „Ich glaube nicht, dass das noch etwas wird“. Die richtige Antwort steht nicht im Vertrag, sondern liegt im Gespräch: zuhören, Zahlen zeigen, Fehler eingestehen, einen Plan mit Terminen vorlegen und ihn einhalten. So wird der Kündigungswunsch zu dem Moment, in dem der Eigentümer merkt, dass er den richtigen Makler gewählt hat.

Und damit der Relaunch mit voller Wirkung startet, erstellen Sie mit imovpro.ai in wenigen Minuten ein professionelles Immobilienvideo und bringen es gleich zum nächsten Termin mit.

ImovPro.ai

Verwandeln Sie Fotos in Videos, die verkaufen

Laden Sie die Immobilienfotos hoch und die KI erstellt in Minuten ein professionelles Video. Kostenlos testen.

Kostenlos starten

Ohne Karte · 2 Videos gratis · In Minuten fertig

Wir verwenden Cookies, um Ihr Surferlebnis zu verbessern. Datenschutzerklärung